Legale Musik-Downloads erreichen neue Rekordmarke

April 11, 2008

Der Verkauf von Musik über das Internet hat im ersten Quartal in Deutschland eine neue Höchstmarke erreicht: Heruntergeladen wurden 11,3 Millionen «digitale Produkte» - 10,3 Millionen einzelne Songs sowie eine Million Pakete mit mehreren Liedern.

Das ist ein Plus von 38,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresabschnitt, berichtete das Marktforschungsunternehmen Media Control GfK International am Donnerstag in Baden-Baden. Der Umsatz stieg um 45,2 Prozent auf 20,4 Millionen Euro. Erfolgreichster Einzeltitel war «Bleeding Love» von Leona Lewis, «Back to Black» von Amy Winehouse war das bestverkaufte Album.

Der Verkauf von Tonträgern wie CDs ging dagegen weiter zurück. Die Menge der verkauften CDs sank um 9,4 Prozent, der Umsatz fiel um 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Absolute Zahlen geben die Marktforscher nicht heraus.

Im vergangenen Jahr erlöste die Branche in Deutschland nach Angaben des Bundesverbandes Musikindustrie mit CDs, Musikvideos, Downloads und mobilen Angeboten 1,65 Milliarden Euro. CDs waren mit einem Umsatzanteil von 81 Prozent nach wie vor der wichtigste Posten.


MySpace will Internet-Serien ins Fernsehen bringen

April 11, 2008

Das Online-Netzwerk MySpace plant, extra fürs Internet produzierte Serien auch im Fernsehen und auf DVD zu vermarkten. Die Tochterfirma des Medienkonzerns News Corp. kündigte am Freitag eine Kooperation mit der britischen TV-Produktionsfirma ShineReveille International an. Das Unternehmen soll Filminhalte außerhalb der USA vertreiben, berichtete die «New York Times» am Freitag. Die beiden Unternehmen verbindet die persönliche Beziehung ihrer Chefs: Elisabeth Murdoch ist Vorstandsvorsitzende der Shine Group, ihrem Vater Rupert gehört das News-Corp.-Medienimperium.

MySpace ist ein Online-Netzwerk mit 110 Millionen Mitgliedern. Sie können dort eigene Seiten gestalten und miteinander kommunizieren. Zuletzt positionierte sich MySpace verstärkt auch als Inhalte- Anbieter und kündigte unter anderem einen baldigen Einstieg in den Musik-Vertrieb an. In den USA bietet die Plattform derzeit zwei Videoserien online an, weitere sind in Planung. Auch im Ausland gibt es einige Formate.

Videos fürs Internet sind in der Regel deutlich kürzer und weniger aufwendig hergestellt als klassische TV-Sendungen - selbst wenn es sich um Produktionen mit professionellem Anspruch handelt. Der Transfer eines solchen Medienformates ins Fernsehen ist bislang noch nicht gelungen. In Februar erzielte die MySpace-Serie «Quarterlife» bei der Erstausstrahlung im amerikanischen TV-Sender NBC so niedrige Quoten, dass sie nach der ersten Folge abgesetzt wurde.

Die Produktionsfirma Shine sieht das Internet allerdings auch als Chance, den möglichen Erfolg neuer Formate ohne großen Aufwand beim Publikum zu testen. «Es gibt viele Sitcoms, die sich aus einem einzigen Sketch in einer Sendung entwickelt haben», sagte Alex Mahon, Präsident des Shine-Konzerns.


Brutales Gewaltvideo schockt die Netzwelt

April 11, 2008

Ein Gewaltvideo aus dem Portal Youtube schockt derzeit die Netzwelt. Es zeigt eine junge US-Amerikanerin, die von mehreren Jugendlichen brutal bis zur Bewusstlosigkeit zusammengeschlagen wird. Veröffentlicht worden ist es nicht wie ursprünglich geplant von ihren Peinigern, sondern von der Polizei. Sie will damit auf die schockierende Gewalttat aufmerksam machen.In Zusammenhang mit dem Film sind jetzt auch Medien in die Kritik geraten. Anstatt lediglich über die Szenen zu berichten, haben einige Magazine den Clip in ihre Online-Auftritte eingebunden. Beispielsweise im Internet-Portal des “Stern” kritisieren einige Leser, dass das Zeigen des Videos über reine Berichterstattung hinausginge. Nachahmungstäter könnten durch den Film auf den Plan gerufen werden. Zudem sei letztlich genau das erreicht worden, was die Täter beabsichtigt haben: Ihre Gewalttat sei in der Öffentlichkeit sichtbar.Das 16-jährige Mädchen ist von einer vermeintlichen Freundin nach Hause eingeladen worden. In dem Haus haben sechs Mädchen nacheinander auf den Teenager eingeschlagen. Außerdem haben zwei Jungen darauf geachtet, dass das Opfer nicht fliehen kann. Der Polizei übergeben hat das Video die Mutter eines der Jugendlichen. Wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung sind die Angreifer verhaftet worden.