18 Jahre alter Computer-Hacker schuldig gesprochen

April 13, 2008

Richter in Neuseeland haben einen 18 Jahre alten Computer-Hacker schuldig gesprochen, der von seinem Schlafzimmer aus eine weltweite Hackerbande dirigiert haben soll.

Der Teenager mit dem Online-Namen «AKILL» hatte den Ermittlungen zufolge mit seinen Kumpanen mehr als eine Million Computer verseucht. Die Bande stahl Kontodaten und richtete einen Gesamtschaden in Höhe von 13,5 Millionen Euro an. Der 18-Jährige gab vor Gericht zu, sich in betrügerischer Absicht Zugang zu fremden Computern verschafft zu haben. Das Strafmaß will der Richter Ende Mai verkünden.

Theoretisch drohen dem Jungen bis zu fünf Jahre Haft. Allerdings leidet er an Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus. Der Richter hat deshalb durchblicken lassen, dass er wahrscheinlich Hausarrest und gemeinnützige Arbeit verfügen wird.

Der Teenager war im November nach 18-monatiger Fahndung mit Hilfe der amerikanischen Bundespolizei FBI in seinem Heimatort Hamilton südlich von Auckland gefasst worden. Die Bande hatte sogenannte Botnets eingerichtet - Netzwerke infiltrierter Computer, die von einem Rechner aus ferngesteuert werden können. Andere Bandenmitglieder wurden ebenfalls gefasst und angeklagt.


Tibet-Konflikt wirkt sich auf Software-Sicherheit aus

April 11, 2008

Auf die Software-Sicherheit von Microsoft-Produkten wirkt sich der Tibet-Konflikt aus. Bei Cyber-Angriffen auf Pro-Tibet-Gruppen nutzen die Hacker häufig Sicherheitslücken in Office-Anwendungen des Software-Giganten. Darauf will das Unternehmen jetzt offenbar mit Updates für die Suites 2006 und 2007 reagieren.Bereits ab 2006 sind Attacken auf die Microsoft-Anwendungen erfolgt. Seit der Eskalation des Konflikts im besetzten Tibet mehren sich die über diese Software ausgeführten Angriffe auf Organisationen, die sich für das asiatische Volk einsetzen. Viele der Online-Attacken scheinen ihren Ursprung in China zu haben. Das hat jetzt das Magazin “Wired” berichtet.


Hacker-Angriffe auf namhafte Web-Seiten gehen weiter

April 3, 2008

Immer mehr namhafte Web-Seiten werden von Hackern attackiert. Seit März 2008 läuft eine verstärkte Angriffswelle. Inzwischen sollen laut dem bulgarischen Sicherheitsexperten Dancho Danchev mehr als eine Million Online-Auftritte betroffen sein. In seinem Blog berichtet er darüber, dass zum Beispiel die Portale von Walmart, ABC News und USA Today gehackt worden seien. Zwar haben die Kriminellen die Server nicht angegriffen. Aber sie haben Schlupflöcher in der Programmierung der Seiten ausgenutzt. Durch diese Sicherheitslücken konnten sie schädliche Codes in Suchmasken-Seiten einspielen. Verwendet ein Besucher eines infizierten Internet-Auftrittes dessen Suchfunktion, gelangt er über die Trefferliste auf eine externe Seite. Von dort aus könnte sein Rechner mit Schad-Software, sogenannter Malware, infiziert werden. Der Anwender kann kaum erkennen, ob er sich auf einer solchen gefälschten und gefährlichen Internet-Seite befindet. Zur Sicherheit sollte keiner Aufforderung zum Herunterladen oder Installieren von Programmen Folge geleistet werden. Außerdem ist darauf zu achten, nicht nur den Virenschutz aktuell zu halten, sondern zusätzlich Software zum Aufspüren von Trojanern auf dem PC zu installieren.