Kamera-Handys der Oberklasse im Test
Kamera-Handys der Oberklasse mit fünf und drei Megapixel können unter guten Bedingungen durchaus brauchbare Aufnahmen zustande bringen. Welche aktuellen Modelle die besten sind, hat jetzt das Fach-Magazin “Connect” überprüft.Gegeneinander angetreten sind insgesamt zwölf Geräte, von denen sieben mit fünf Megapixel ausgestattet sind und fünf mit drei Megapixel. Die Preisspanne reicht von rund 300 Euro bis knapp 770 Euro. Der Unterschied in der Auflösung ist beim Test nicht so stark ins Gewicht gefallen, wie man zunächst annehmen mag. Denn oft liegt die tatsächliche Auflösung unter dem nominell angegebenen Wert. Als Sieger ist das “K850i” von Sony Ericsson aus dem Test hervorgegangen. Autofokus und Xenon-Blitz machen das Gerät leistungsstark, die Auflösung beträgt fünf Megapixel. Allerdings fehlt bei diesem Foto-Handy ein optischer Zoom, um die Motive näher heranzuholen. Als einfach und komfortabel haben die Tester die Bedienung eingestuft. Für rund 600 Euro ist dieses Modell im Fachhandel zu haben.Für den zweiten Platz hat sich das “N82″ von Nokia qualifiziert. Es kommt mit fünf Megapixel Auflösung daher, verfügt über eine Autofokus-Funktion und einen starken Blitz. Sogar Objekte in vier Metern Entfernung kann dieser ausleuchten. Allerdings fehlt wie beim erstplatzierten Modell ein optischer Zoom. Preislich liegt das “N82″ bei rund 540 Euro.Als einziges Kamera-Handy im gesamten Testfeld verfügt das drittplatzierte “SGH-G800″ von Samsung über einen - sogar dreifachen - optischen Zoom, auch ein Autofokus ist mit an Bord. Da der Zoom mechanisch arbeitet, braucht er viel Platz, weshalb das Handy weniger schlank ist als andere Modelle. Nicht besonders überzeugen konnte der Xenon-Blitz des Samsung-Handys, weil er nicht sonderlich weit gereicht hat. Für etwa 550 Euro ist dieses Gerät zu haben. Am wenigsten überzeugen konnte das “SGH-U700″ von Samsung. Das schmale Slider-Gerät hat im Test die Icons auf dem Display in verschiedenen Richtungen angeordnet. Es konnte sich offenbar nicht entscheiden, ob es quer oder im Hochformat gehalten worden ist. Die Bildqualität des Drei-Megapixel-Handys ist zwar nicht schlecht, aber sie ist hinter derjenigen der Modelle mit höherer Auflösung zurückgeblieben. Eine Autofokus-Funktion ist integriert, zum Ausleuchten von Objekten dient ein Fotolicht (LED). Der Preis dieses zwar bei den Käufern beliebten, als Foto-Handy aber keine übermäßig überzeugende Figur machenden Geräts liegt bei circa 430 Euro. Als Fazit aus ihrer Überprüfung empfehlen die Tester den Käufern von Kamera-Handys, sich für ein Modell mit mindestens drei Megapixel Auflösung zu entscheiden. Weil die Bildqualität aber bei den meisten Geräten kaum schlechter ist als bei den größeren Fünf-Megapixel-Handys, muss der Kauf eines solchen “Pixelriesen” nicht unbedingt sein. Zumal die “Großen” teils erheblich teurer sind. Die in einigen Kameras verwendeten LEDs können einen echten Blitz nicht ersetzen. Deshalb ist Modellen mit “richtigem” Blitz der Vorzug zu geben